Es ist schon erstaunlich, was blanker Wille und Mut manchmal bewegen können. Wenn eine neugeformte Mannschaft dann auch noch das Herz in die Hand nimmt entsteht das, was wir am vergangenen Wochenende erlebt haben;
18 Leute, die keine bis kaum Rudererfahrung haben, einander bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannten, traten bei ihrem 
ersten Wettkampf bereits als professionelles Team auf.
Jeder fühlte sich für jeden verantwortlich. Wer gerade kein Rennen hatte, war zu 100% für die Aktiven da. Sogar unsere 11-jährigen kümmerten sich ohne wenn und aber um die Älteren. Unsere Mannschaft, die Rennmannschaft des Wiener Ruderklubs Donau, war das einzige TEAM in der Halle.
Erst dieser Zusammenhalt und die professionelle Einstellung der Jungruderer machte den Erfolg jedes einzelnen möglich.
Hier die Rennen im Detail:
Das erste Rennen hatten unsere Schülerinnen (Jahrgang 98-00). Nadine Krammer, Eliana Schlader und Elisa Bertagnoli waren die drei jüngsten im Feld und mussten sich mit den drei Schlussplätzen abfinden – das allerdings erst nach dem Rennen. Denn bis zum Schluss kämpften sie und versuchten jede Sekunde herauszuholen die möglich war.
Gleich danach folgten die Schüler (Jahrgang 98-00). Frowin Grün zeigte ein beherztes Rennen und wurde mit ausgezeichneter Leistung insgesamt 8. Für den jungen Tobias Slatner war es das erste Rennen. Er lag schon ab dem ersten Streckenabschnitt hinten – wenn man nicht auf die Leinwand geschaut hätte, wäre das aber kaum aufgefallen. Sein unbeirrbarer Einsatz bis zum aller letzten Durchzug ließ nämlich vermuten, dass er um den knappen Sieg mitfahren wollte. Diese Einstellung, niemals aufzugeben, wurde uns allen zum Vorbild und sollte nur wenige Stunden später das Unglaubliche möglich machen.
Denn um 15:00 begannen die Teamrennen. Auch hier zeigte sich wieder die professionelle Einstellung der jungen Athleten. 12 nervöse DonauRuderer wärmten gleichzeitig für ihr erstes Rennen überhaupt, auf, ließen sich aber durch nichts davon abringen ihr neu gelerntes Aufwärmprogramm durchzuziehen. Die Starter vom Vormittag kümmerten sich mit uns Betreuern um alle 12 und achteten penibel darauf, dass der Plan exakt eingehalten wurde.
Team 2 im Schüler-Team-Rennen (98-00), die jüngsten im ganzen Feld, Laurenz Kofler, Jakob Spindler, Muhamad Ayari und Michael Reiter lagen von Anfang an hinten – ihr Einsatz war allerdings genauso beeindruckend wie jener von Tobias Slatner wenige Stunden zuvor. Obwohl sie bis zu 3 Jahre jünger als der Rest des Feldes waren, hielten sie überraschend gut mit und lieferten eine tadellos überzeugende Leistung.
Team 1 im Schüler-Team-Rennen startete im selben Lauf. Benedikt Neppl, Dominik Slatner, Stefan Mahr und Frowin Grün (der bereits sein Einzel-Rennen vom Vormittag bravourös gemeistert hatte) schafften die große Überraschung. Zu Beginn kaum beachtet, lagen zur Hälfte des Rennens streckenweise in Führung. Noch 300Meter und unser neugeformtes Team lag mit dem Ruderklub Lia an der Spitze. Die Schüler der Lia zählen zu den schnellsten in Österreich – nun hatten sie zum ersten mal ernsthafte Konkurrenz von einer Mannschaft, die es vor 3 Monaten noch garnicht gegeben hatte.
Nur noch 250m bis zum Ziel und unsere Jungs ruderten als ob es kein Morgen gäbe. Lia musste gegenhalte – hatte sie dieser Frechen Rennmannschaft des WRK Donau denn überhaupt etwas entgegen zu setzen? Immerhin trainierten alle schon ein knappes Jahr – unsere Jungs großteils erst seit 2 Monaten. Die Halle tobte, das Ziel flog näher und immer noch lagen beide Mannschaften gleich auf. Noch knappe 100 Meter zu rudern und Lia schaffte es nun, ihre ganze Erfahrung zu nutzen und einen kleinen Vorsprung herauszuholen – beherzt gejagt von unserem neuen Donau Team.
Im Ziel war das Donau-Team 3 Sekunden hinter den erstplatzierten Lia-Ruderern. Genau da wurde uns allen klar, was wir soeben erreicht hatten – Silbermedaillie bei der Österreichischen Indoormeisterschaft im Team-Bewerb der Schüler. 
Gleich darauf folgte unser Juniorenteam. Am Papier hatte die Truppe rund um Jakob Zwölfer, Daniel und Markus Zwettler und Philip Kratky eigentlich nicht die geringste Chance mithalten zu können.
Weit gefehlt. Sie waren nicht nur gut dabei, sie matchten sich sogar mit der Korneuburger Alemannia. Einmal mehr zeigte sich hier die Kämpfernatur unserer Mannschaft. Wer gerade nicht ruderte stand hinter den Ergometern und brüllte die vier Burschen Richtung Ziel. Am Schluss fehlten geradeeinmal 0,5 Sekunden auf den Rivalen Alemannia die 5. von 6 wurden.
Zusammengefasst waren wir Betreuer, Ulli und ich, ernsthaft beeindruckt von der professionellen Einstellung aller Mannschaftsmitglieder. Diese Einstellung macht sich nicht nur im Sport, sondern überall im Leben, jetzt vorrangig in der Schule bezahlt.
Doch eines ist allen klar – es braucht viel Training – in der Schule und im Sport.
Wir freuen uns auf eine wirklich spannendes Jahr voller neuer Erfahrungen und Erfolge, im Boot und abseits.
Ulli S und Aram L